spiritualität und verzerrung

Der Wahnsinn in Hühnergestalt ist zurück und bringt uns Spiritualität im Memento Mori des Jahres 2020.

Am 21. Dezember 2012, dem Ende des Maya-Kalenders und dem vermeintlichen Ende der Welt, brachten Igorrr ihr Album Hallelujah heraus. Jetzt, nach fast 8 Jahren kommt die französische Kombo erneut zur Spiritualität zurück und haut uns ein Werk des absoluten Wahnsinns aus Breakcore, Metal und klassischer Barockmusik um die Ohren – kurz: Baroquecore – und das inmitten einer Pandemie.

Warum ich das jetzt gerade hier erwähne? Weil ich dieses Jahr geplant hatte, Igorrr endlich einmal live zu sehen. Bisher war mir das nämlich vergönnt, da ich nicht so der Freund von Großraum-Festivals wie Summerbreeze, Wacken und Co. bin. Nun hatte die verrückten Franzosen rund um Mastermind Gautier Serre eine Europa Tour in petto mit einem Zwischenstopp in Berlin und Stuttgart. Nunja, leider ist jetzt alles Dank #corona dicht… die Clubs, die Hallen und die Grenzen.

Aber irgendwie muss man sich ja während der Quarantänezeit bei Laune halten. Und da kann man echt nichts gegen die auf 1000 Stück limitierte Deluxe Edition des neuen Albums Spiritualiy and Distortion sagen. Denn es findet sich nicht nur Musik in dieser gewaltigen Box.

Neben zwei sehr anschaulichen Vinyls, die in einem stechenden Pink sehr stark mit dem eher recht schwarz gehaltenen Cover kontrastiert, findet sich zusätzlich noch eine CD, die ich in meinen CD-Player im Auto verfrachten werde, ein Download Code für Bandcamp, um mir das gute Stück auch digital zu Gemüte führen zu können, sowie eine Version auf einer MC-Kassette, die ich dann wohl neben meine anderen zwei Kassetten von Watain und Bösedeath stellen werde, damit ich sie mir jeder Zeit ansehen kann – denn ich habe keinen Kassettenspieler mehr… Was soll’s, der Gag ist es immer Wert!

Um sich vorstellen zu ķönnen, wie ein solches Album aufgenommen wird, haben Igorrr in diese Ausgabe zusätzlich noch ein Photoalbum mit Photographien aus der Studioproduktion hinzugefügt, in dem man sich sehr gut einen kleinen Einblick in die Produktion dieses Albums verschaffen kann. Allerdings hat es George „Corpsegrinder“ Fisher leider nicht hinein geschafft, dafür aber auf den Track „Parpaing“ und dem entsprechenden Music Video – und da sogar als wütender Corpsegrinder in Pixeloptik der in aller RAMPAGE-Manier Hochhäuser zerdeppert!

Und um aller Langeweile komplett gegen zu wirken, haben sie es sich nicht nehmen lassen, ein Puzzle mit hinein zu packen. Puzzles sind wohl DER Shit zur Zeit. Und damit meine ich nicht aufgrund der Ausgangsbeschränkungen in den meisten Ländern. Es macht jetzt jeder ein Puzzle. Nun, mir soll es recht sein. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich die Geduld haben werde ein 1111-teiliges Puzzle zusammen zu basteln, das fast ausschließlich aus schwarzen und nicht ganz so schwarzen Teilen besteht. Aber wer weiß wie lange die Quarantäne noch dauern wird.

Und für alle die jetzt denken, Elektronische Musik ist doch nur ein bisschen Rumgeklicke auf der Maus, der kann sich dieses Video hier mal anschauen, in dem Igorrr 5 verrückte Instrumente zeigen, die sie auch wirklich für das Album eingespielt haben. Einfach nur verrückt!

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